Ich fuhr gerade mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Beim Vietnamesen wollte ich günstig eine selbstgebrannte Stange Ernte 23 kaufen. Sprachliche Barrieren machten daraus “Ente in Erdnusssoße” – auch gut, wenigstens keinen Hunger mehr.
In der Straße zum Bahnhof, die dann auch den Namen “Zum Bahhof” trägt, vielen mit einige Jugendliche auf. Aber vor allem fiel mir die bunte Fassade auf, die sie mit Grafittis besprühten. Ich dachte mir, wo solche “Schmierereien” sind, ist Tino Bittner auch nicht weit weg. Tatsächlich saß er auf der untersten Ebene und erzählte mir von dem Projekt. Der Verein Pro Schwerin hat zusammen mit Ataraxia dafür gesorgt, dass kommende Besucher der BUGA weniger graue Fassaden von leerstehenden Gebäuden vorfinden, als es der normale Schweriner gewohnt ist.
Nun mag an Erich-Honnecker-Zeiten denken wer will. Das schöne an der Sache ist, es können sich Jugentliche großflächig ausprobieren. Ich war ein klein wenig neidisch. Zwar hatte ich auch tags zuvor ein Teil einer Fassade bemalt, das war aber das Grundgerüst eines Backofenhauses und die Farbe war braunes Holzschutzmittel – Kunst ist was anderes. In der Goethestraße soll sich übrigens noch so ein Projekt von Pro Schwerin befinden. So gehet hin und bestaunet die kleinen Lichtblicke unserer Stadt.
One Comment
Naja wer´s mag ,also ich finde es nicht schön .Hätte man ein grosses Tuch drüber gehängt würde es besser aussehen und ein interessanter Blickfang wäre es alle mal.