Ein sehr atmosphärischer Text von Tanja Krämer


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Kommentare ( 1 Kommentar )

Nunja, es ist sehr einfach, in den Osten zu fahren, sich eines der alten Neubaugebiete zu suchen und dort eine düstere Reportage zu drehen/schreiben. Sehr einfach. Vor allem werden hier ganz wunderbar die Dunkeldeutschland-Klischees aufgefrischt; der Autor muß nicht viel Denken, er findet alles, was er erwartet, wenn er mit etablierten Medien aufgewachsen ist.

Vielleicht geht die Dame demnächst mal in die häßlichen Ecken von Düsseldorf oder Hamburg. Dort gibts auch ganz viele alte Plattenbauten mit schlechten Aussichten.

Sorry, aber gerade der Schweriner Dreesch ist ein Paradebeispiel dafür, wie man dieselbe Sache negativ und positiv beschreiben kann, ohne viel zu verfälschen.
Ich habe im vergangenen Jahr einen Dokfilm gedreht: “Die Kinder vom Dreesch” - der zeigt, wie fröhlich und integrativ es auf dem Dreesch zugeht.
Der Verein “Die Platte lebt” - im Tagesspiegel eher schlecht weggekommen - ist u.a. dafür verantwortlich, daß es auf dem Dreesch ein funktionierendes soziales Netz gibt, nirgendwo in Schwerin gibt es mehr Freizeit- und Jugendangebote…

So.
Fazit: Die Tagesspiegel-Reportage ist eine journalistische Fehlleistung, die sich einreiht in die düstere Berichterstattung über Ostdeutschland, die mit Journalismus und Fachwissen oft nichts zu tun hat.

falkschettler schrieb am Mai 10 09 um 18:22

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